Zusammenfassung des Beitrags von Isabelle Zinsmaier, Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz, auf der Konferenz „Prendre part à l’art et à la culture. Pratiques, théories et politiques de la médiation culturelle aujourd’hui“ von 07. bis 09. Oktober 2021 in Marseille.
In ihrer Ausführung schildert Isabelle Zinsmaier das Problem der Diskriminierung im Bereich der Kunst und Kulturarbeit. Viele Wörter, welche in der Alltagssprache mit Migration in Zusammenhang gebracht werden, sind negativ konnotiert. Die „anderen“, als Menschen einer anderen Kultur, sind oft Ziel der interkulturellen Vermittlung: Die Einheimischen vermitteln ihre Werte und Normen an die Personen, die „anders“ sind. Problematisch hieran ist, dass dadurch veraltete Sichtweisen und rassistische Verhaltensmuster (oft unterbewusst) verbreitet und gefestigt werden. Teilnahme und Teilhabe müssen in diesem Zusammenhang kritisch hinterfragt, außerdem antirassistische Vermittler ausgebildet und ein offener Blick auf die Vielfältigkeit von Gruppen muss geübt werden. Als positives Beispiel nennt Zinsmaier die Organisation Rise., auf deren Website ein Leitfaden für Künstler – die mit Menschen mit Migrationshintergrund arbeiten wollen – bereitgestellt wird: 10 things you need to consider if you are an artist. Für Zinsmaier ist es – besonders im künstlerischen Bereich – unerlässlich, Diskriminierung zu minimieren und über diese Art von Fragestellungen offen und ohne Vorurteile nachzudenken.
Als Kulturmanagerin und -vermittlerin arbeite ich aktuell in Teilzeit bei der Metropolregion Hannover GmbH als deutsch-französische Projektmanagerin. Zudem unterstütze ich bei der Organisation und Durchführung kultureller Veranstaltungen und Projekte, wie beispielsweise 2025/26 den EVI Lichtungen in Hildesheim, 2024/25 50-jährigen Jubiläum der Nürnberger Kulturläden und seit 2023 technischen Support der Bundesakademie für kulturelle Bildung in Wolfenbüttel.
Ich bin auch im Vorstand des Alumni-Vereins als Kassenwärtin tätig!
Den Doppelmaster habe ich September 2021 in Marseille gestartet und 2024 in Hildesheim beendet. Ich habe nach meinem Abitur (in meiner Heimatstadt Nürnberg) einen kulturellen Freiwilligendienst in der Mediathek von Chevigny-Saint-Sauveur gemacht und im Anschluss an dieses Jahr Kulturwirtschaft mit frankophonem Schwerpunkt in Passau studiert - inklusive eines Praktikums in Lyon. In meiner Freizeit spiele ich sehr gerne Theater und bin auch musikalisch aktiv.