Ich bin eine vielseitig interessierte und engagierte Person, die gerne neue Erfahrungen sammelt und sich kulturell und künstlerisch ausdrückt.
In meinem deutsch-französischen Bachelorstudium an der Martin-Luther-Universität HalleWittenberg und der Université Paris Nanterre (2019 -2023) habe ich mich mit verschiedenen Themenbereichen beschäftigt, die sehr bereichernd waren : Frankreich- und Deutschlandstudien, Postkoloniale Studien, Interkulturelle Kommunikation und sogar Öffentliches und Europarecht. Dabei hatte ich in Halle das Glück, von zwei inspirierenden Dozent*innen begleitet zu werden : Dr. Christophe Vatter und Dr. Natascha Ueckmann. Sie haben mir nicht nur fachlich viel vermittelt, sondern auch meine Neugier und mein kritisches Denken gefördert. Außerdem habe ich im Rahmen des deutsch-französischen Bachelors die Herausforderung genossen, zwischen zwei verschiedenen Studiensystemen zu wechseln und mich in beiden akademischen Welten zurechtzufinden. Eine weitere prägende Erfahrung war 2018/19 mein einjähriger Freiwilligendienst am GoetheInstitut in Marseille. Dort habe ich zum ersten Mal auf professioneller Ebene Kontakt mit Veranstaltungs- und Kulturarbeit gehabt und mich sofort verliebt (auch in die Stadt ;)). Die Vielfalt und Qualität der kulturellen Angebote, die das Goethe-Institut organisiert und unterstützt hat mich sehr angesprochen. Die für ein Goethe-Institut ungewöhnliche Organisationsform war letztendlich besonders lehrreich : Vor Ort habe ich eng mit der Programmreferentin zusammengearbeitet, denn sie war die einzige Mitarbeiterin in Marseille. Das erforderte von mir eine sehr große Flexibilität, Pluralität und Selbstständigkeit zu entwickeln. Ein besonderer Reiz war auch die Lage des Goethe-Instituts in La Friche la Belle de Mai, einem ehemaligen Fabrikgelände, das zu einem kreativen und lebendigen Kulturzentrum umgestaltet wurde. Die Arbeit dort war eingebettet in ein großes Netzwerk aus Kulturschaffenden, das oft zu zwanglosen und spontanen Begegnungen und Kooperationen führte. Am Ende des Jahres durfte ich ein Projekt selbstgestalten und habe mit großer Begeisterung verschiedene meiner Interessen zusammengebracht : nachbarschaftliches und urbanes Gärtnern und der Austausch zwischen Menschen, die sich sonst vielleicht nie begegnen würden. Mit Kekeli, dem Projektleiter des Pädagogischen Nachbarschaftsgartens in Kpalimé, Togo, indem ich zuvor ein Jahr gearbeitete hatte, habe ich eine Kooperation in Marseille gestartet. Er lebt zwischen Togo und Deutschland und hat mich für das Thema des 4 nachbarschaftlichen und urbanen Gärtnerns begeistert. Wir haben gemeinsam ein Projekt entwickelt, das den Austausch zum Thema der Selbstversorgung in Togo, Frankreich und Deutschland zum Ziel hatte. Dabei haben wir das Projekt Jardin Levat in Marseille kennengelernt, das einen ähnlichen Ansatz verfolgte und im gleichen Viertel wie La Friche la Belle de Mai angesiedelt war. Im Jardin Levat haben wir an einem Nachmittag mit Bewohner*innen des Viertels verschiedene Aktivitäten durchgeführt : einen Work-Shop zu Seed-Bombs, einen Vortrag und Austausch mit Kekeli, eine kurze Vorstellung des Jardin Levat und einen gemeinsamen Garteneinsatz. Zum Abschluss gab es einen kleinen „Apéro“ (à la Marseillaise) und die Möglichkeit, sich mit den anderen Teilnehmenden auszutauschen und unter Nachbar*innen und Kulturschaffenden zu networken. Das Projekt war für mich sehr bereichernd und hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, sich mit seiner Umwelt und seinen Mitmenschen zu verbinden, aber auch im kleinen Stil, wie Planung, Durchführung und Evaluation eines Kulturprojektes ablaufen. Und nicht zuletzt habe ich gesehen, was passiert, wenn ich mich an meine eigenen Grenzen und vor allem, über diese hinausbegebe. (Ja okay, ich war ein bisschen stolz… ;))
Nach meinem Freiwilligendienst habe ich noch weitere Erfahrungen im Kulturbereich gesammelt, zum Beispiel bei dem Festival Africa Fête in Marseille, bei dem ich im Sommer 2019 mitgewirkt habe. Dort war ich verantwortlich für den Künstler*innenempfang vor Ort, sowie für die Planung und Gestaltung der „Signalétique“, also der Beschilderung und Dekoration des Festivalgeländes. Außerdem habe ich einen Tag lang eine der Bars geleitet. Das war eine sehr intensive und schöne Erfahrung, bei der ich viel über die afrikanische Kultur und Musik erfahren habe und mein gastronomisches Organisationstalent ausweiten durfte (Seit meinem 15. Lebensjahr Tabletts zu tragen hat sich ausgewirkt… ;))
Als Praktikantin bei L’Afrique Festival in Straßburg im Sommer 2021 war ich verantwortlich für Kommunikation und Werbung, vor allem auf der anderen Seite des Rheins in Kehl, Offenburg und Karlsruhe. Ich habe auch die Planung und Organisation der sozio-kulturellen Aktivitäten, Workshops und Ausstellungen im Jardin Des Deux Rives übernommen. Das war eine spannende Aufgabe, die mir viel Spaß gemacht hat. Ich habe viele interessante Menschen kennengelernt und einiges über die grenzüberschreitende Zusammenarbeit gelernt. Meine Kenntnisse über die Funktionsweisen des Kulturbetriebs im Allgemeinen und über Festivalplanung im Besonderen konnte ich hier ausbauen.
Neben meiner Leidenschaft für die Kulturarbeit habe ich auch ein großes Interesse an der Kunst und daran selbst kreativ zu werden. Schon in der Schule habe ich im Rahmen meines Kunstabiturs (ja, das gibt es in Deutschland) und dem Besuch verschiedener außerschulischer Kunstkurse seit der Grundschule dieses Interesse verfolgen dürfen. Ich habe auch ein Praktikum in einer Keramikwerkstatt gemacht, in dessen Rahmen ich viel über die Techniken und Materialien gelernt habe. In meiner Freizeit beschäftige ich mich gerne mit verschiedenen künstlerischen Ausdrucksformen, wie zum Beispiel Nähen, Zeichnen, Puppen- und Schmuckgestaltung.
Ich hoffe, dass dieser Text einen guten Überblick über meinen bisherigen Werdegang und meine Interessen gibt. Ich bin immer offen für neue Herausforderungen und Lernmöglichkeiten und freue mich über Verbindungen mit anderen Menschen die ähnliche Interessen haben oder einfach übers Connecten im Rahmen dieser Alumni Seite.