Stadt, Raum, Zukunft - Hannah Schmidt erzählt...

Von Zeichnen über Nähen hin zu Fotografie oder Kochen, kann ich mich für alles begeistern, was Kreativität ausstrahlt, und entdecke auch immer wieder Neues, das mir gefällt. Diese Offenheit zieht sich durch mein Studium, meine Arbeit und meine Interessen.

Stadt, Raum, Zukunft

Mein Interesse für urbanes Leben und städtische Entwicklung brachte mich zum Bachelor-Studiengang Kultur der Metropole an der HafenCity Universität Hamburg. Ein interdisziplinärer Studiengang, der sich mit der kulturellen, gesellschaftlichen und räumlichen Entwicklung von Städten beschäftigt und dabei sehr praxisnahe ist. Ich konnte viel ausprobieren - von investigativem Journalismus, wo ich mich mit Defensiver Architektur in Hamburg beschäftigte über gestalterische Kurse bis hin zu eigenen Projekten zum Thema Kino & Zukunft, wozu wir im Frappant e.V. eine Ausstellung organisierten. Ebenso kreierte ich in Partnerarbeit einen Dokumentarfilm über den Gröninger Hof, ein altes Parkhaus in Hamburg, das aktuell zu einem Wohnhaus umgebaut wird. Parallel dazu entdeckte ich durch die interdisziplinäre Komponente des Studiums meine Faszination für Baukunst. Ich belegte einen Akt- und Porträtzeichnen Kurs des Architekturstudiengangs und arbeitete neben dem Studium durchgehend, um mir dieses zu finanzieren - angefangen mit klassischen Minijobs, dann als Werkstudentin im Archiv des Denkmalschutzamts Hamburg. Im Sommer 2023 betreute ich außerdem den Infopavillons beim Hamburger Architektursommers, mit dem Thema „Zwischen Ökologie und Baukunst“.
Mein Interesse für Architektur und Stadtentwicklung führte mich schließlich nach Marseille, wo ich mein Erasmus-Semester an der École Nationale Supérieure d’Architecture verbrachte. Ich tauchte in ein völlig neues Studium ein und belegte hauptsächlich Kurse des ersten Semesters, wo der Fokus stark auf dem händischen Zeichnen liegt. Gleichzeitig war es meine erste intensive Begegnung mit der französischen Sprache nach einer längeren Pause seit der Schulzeit. Trotz anfänglicher Sprachbarrieren fühlte ich mich sofort wohl in der Stadt und mir war schnell klar, dass ich noch einmal länger Zeit dort verbringen möchte.

Kultur, Bildung und internationale Perspektiven

Mein Erasmus-Semester war jedoch nicht die erste Auslandserfahrung, die ich sammelte. Im Rahmen des Programms kulturweit verbrachte ich in Form eines FSJ nach meinem Abitur sechs Monate am Goethe-Institut in Nairobi und an der Kaaga Girls High School. Dort arbeitete ich mit Schülerinnen, die Deutsch lernen und bekam Einblicke in die Arbeitsstrukturen eines Kulturinstituts. Aus heutiger Perspektive kann ich sagen, dass dieses FSJ inklusive seines begleitendes Seminarprogramms maßgeblich dazu beigetragen hat, mich für kulturpolitische Themen, insbesondere postkoloniale Perspektiven, zu sensibilisieren.

Diese Sensibilisierung führte mich im September 2022 zur Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt, wo ich ein dreimonatiges Praktikum im Bereich Veranstaltungsmanagement und Öffentlichkeitsarbeit absolvierte. Die Bildungsstätte ist bundesweit aktiv, um Jugendliche und Erwachsene für Antisemitismus, Rassismus und andere Formen der Menschenfeindlichkeit zu sensibilisieren. Ich kümmerte mich um Veranstaltungsorganisation, Öffentlichkeitsarbeit und Community-Management, betreute Podiumsdiskussionen, recherchierte für Formate wie die „Streitbar“ und übernahm die Standbetreuung auf der Frankfurter Buchmesse. Auch nach meiner Praktikumszeit blieb ich mit der Bildungsstätte verbunden und half bei der Blinkwinkel-Tagung in Hamburg mit.

Nach meinem Erasmus-Semester in Marseille kam ich dann zu AFS, einer Organisation für internationalen Jugendaustausch. Neben dem Schreiben meiner Bachelorarbeit arbeitete ich dort als Werkstudentin und begleitete unter anderem das Bewerbungsverfahren für das Parlamentarische Patenschafts-Programm.

Tanz – auf der Bühne und dahinter

Kultur bedeutet für mcih aber nicht nur Theorie, sondern vor allem auch Praxis. Insbesondere Tanz ist eine konstante Leidenschaft, die mich durch mein Leben begleitet. Anfang 2023 absolvierte ich ein Praktikum bei K3 – Zentrum für Choreographie und Tanz, wo ich in den Bereichen Dramaturgie, Kommunikation und Organisation mitarbeitete. Ich betreute das Profitraining, erstellte Social-Media-Content und unterstützte beim K3 Jugendklub. Am spannendsten war für mich die Mitorganisation des jährlichen TanzHochDrei Festivals, wo die Resident*innen von K3 ihre erarbeiteten Stücke präsentieren. Spontan sprang ich dort auch als Stagehand für die Produktion Manu Malo des Residenzchoreographen Aloali’i Tapu ein. Neben all den spannenden Einblicken profitierte ich davon, mir alle Stücke auf Kampnagel kostenlos anschauen zu können.
Auch aktuell ist Tanz ein wichtiger Bestandteil meines Alltags, denn seit September 2024 bin Teil der Tanzkompanie Danse‘Amu der Aix-Marseille Université. Zwei Mal die Woche proben wir unter der Leitung der Choreographin Lydia Carillo und arbeiten auf unsere Kreation im April hin.

Es ist spannend, meine Interessen für Kultur, Kunstvermittlung und urbane Entwicklung in Marseille weiterzuverfolgen und vor allem in unserem studentischen Projekt vereinen zu können. In Zukunft möchte ich an der Schnittstelle von künstlerischer Praxis und Stadtentwicklung aktiv sein, gerne in soziokulturellen Zentren oder gemeinnützigen Organisationen.


Je me passionne pour l’art, la culture et le développement urbain – surtout là où la théorie rencontre la pratique. Mon Bachelor en « Culture de la Métropole » à la HafenCity Universität de Hambourg m’a permis d’explorer ces thématiques : de l’aménagement urbain à la médiation culturelle, en passant par des projets créatifs comme une exposition sur l’avenir du cinéma ou un documentaire sur un projet d’habitat alternatif. J’ai approfondi mon intérêt pour l’architecture lors de mon Erasmus à l’École Nationale Supérieure d’Architecture de Marseille.
Au-delà de l’urbanisme, l’éducation culturelle me fascine également. Mon volontariat au Goethe-Institut de Nairobi, mon stage à la Bildungsstätte Anne Frank et mon travail chez AFS dans l’échange de jeunes m’ont permis d’aborder des questions de politique culturelle. Et puis, il y a la danse – une passion constante, que j’ai explorée lors de mon stage chez K3 – Zentrum für Choreographie à Hambourg et que je poursuis aujourd’hui au sein de la compagnie universitaire Danse’Amu à Marseille.
Avec mon Master, je souhaite approfondir ces intérêts. Ce qui me passionne particulièrement, c’est l’intersection entre art, médiation culturelle et développement urbain – notamment dans des projets socioculturels et des organisations à but non lucratif.

Mentions légales RGPD
© Février 2020 - 9 mars 2026

Nous remercions l'UFA pour son soutien à la réalisation de ce site internet.